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Ungebrochene Liebe zum Pkw-Urlaub

Deutschland packt die Koffer und setzt sich hinter das Lenkrad. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen eindrucksvoll, dass der eigene Pkw unangefochten den Ton bei Urlaubs- und Geschäftsreisen angibt. Warum Schiene und Luftraum das Nachsehen haben und wohin die Reise derzeit geht, zeigt der Blick auf die Statistik.

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Flexible Urlaubsplanung und unbegrenzter Stauraum machen den eigenen Wagen bei Inlands- und Auslandsreisen unersetzlich. Bild: Auto-Medienportal.Net/GTÜ

Wenn die Koffer gepackt sind und die wohlverdiente Auszeit vor der Tür steht, entscheidet sich die Mehrheit der Menschen hierzulande für die gewohnte Flexibilität des eigenen Fahrzeugs. Aktuelle Daten für das Jahr 2025 verdeutlichen die anhaltende Liebe zum automobilen Reisen. Von insgesamt 274 Millionen mehrtägigen Privat- und Geschäftsreisen entfielen mehr als 60 Prozent auf den Pkw, obwohl die Gesamtzahl aller Reisen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,1 Prozent sank. Autos hängen andere Verkehrsmittel wie Bahn oder Flugzeug weiterhin mühelos ab und sichern sich souverän Platz eins im Ranking.

Dominanz auf vier Rädern
Mit exakt 60,2 Prozent Marktanteil behauptet sich der Pkw als absolute Nummer eins auf den Straßen der Republik. Die Bahn sichert sich mit 19,2 Prozent den zweiten Platz, während das Flugzeug mit 15,2 Prozent dahinter liegt. Reisebusse bilden mit 2,7 Prozent das Schlusslicht im Reiseverkehr. Das Auto überzeugt vor allem durch spontane Routenplanung, unbegrenzten Stauraum für das Gepäck und die Unabhängigkeit von starren Fahrplänen.

Heimische Strände und Berge boomen
Immer mehr Reisende entdecken die eigenen Landstriche für sich und verbringen ihren Urlaub zwischen Küste und Alpenrand. Mit 169 Millionen Fahrten verzeichnen Inlandsreisen ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und übertreffen das Niveau von 2019 sogar um 5,0 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Auslandsreisen um 8,3 Prozent auf 105 Millionen Trips, was dennoch einem Zuwachs von 5,4 Prozent gegenüber 2019 entspricht. Bei den Zielen im Ausland führt Italien mit 12,4 Prozent aller Auslandsreisen die Hitliste an, gefolgt von Österreich mit 11,1 Prozent, Spanien mit 10,9 Prozent, Frankreich mit 8,3 Prozent und den Niederlanden mit 7,7 Prozent. Diese fünf Spitzenreiter behaupten sich seit mittlerweile zehn Jahren unverändert an der Spitze.

Business-Class auf der Autobahn
Der kräftige Aufschwung bei den Reisen im Inland geht zu einem großen Teil auf das Konto der Firmenkunden und Außendienstler. Die Zahl der geschäftlichen Reisen kletterte um 10,5 Prozent auf insgesamt 41 Millionen Fahrten und liegt damit nur noch hauchdünne 0,2 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Bei den privaten Urlaubsfahrten gab es mit 233 Millionen Reisen zwar einen Rückgang um 2,9 Prozent gegenüber 2024, im Vergleich zu 2019 bedeutet das aber immer noch ein Plus von 6,2 Prozent. Wer beruflich viel unterwegs ist, schätzt den eigenen Wagen als mobiles Büro und verlässlichen Begleiter im Alltag.